Mittwoch, 30. März 2016

vorerst die letzte Bluse

Da ich noch einen sehr luftigen Blusenstoff liegen hatte, ist noch eine sommerliche Bluse entstanden.
Auf der Suche nach einer Vorlage ist mir beim Durchblättern der Burdas der Ausschnitt von Modell 135 aus 06/2014 aufgefallen.

135 062014 B
Bluse 135  aus BurdaStyle 06/2014
Den Originalschnitt habe ich mir genauer angeschaut, allerdings war er mir dann doch viel zu weit. Also habe ich das Modell anhand meines Grundschnittes nachempfunden und die Weite ausschließlich im Rücken und per Kräuselung unter der Rückenpasse erzeugt.





Für 3/4 Ärmel hat der Stoff nicht mehr gereicht, daher wurden es kurze wie bei Modell 131 aus der Burda 01/2016, die ich an das Armloch meines Grundschnitts angepasst habe. Wenn ich mir die Bilder anschaue, muss ich aber noch einmal mit dem Bügeleisen über die Nähte...




Blusen habe ich nun erst einmal genügend, ich beschäftige mich jetzt zunächst mal mit einen Shirtgrundschnitt für elastische Stoffe, denn da müssen dringend einige ältere Exemplare im Schrank aussortiert werden. Die gekauften T-Shirts, die mir über die Brust passen, sind mir in der Regel über die Hüfte viel zu weit und müssten eigentlich enger genäht werden.

Zunächst aber schaue ich mir an, was so alles diese Woche beim MMM getragen wird. 

Freitag, 18. März 2016

Knöpfe

Nachdem ich neben der Knopfsammlung der Schwiegermutter nun auch noch die Knöpfe aus dem Nähkasten meiner Mutter besitze, war es nötig, nicht nur grob nach Farbe zu sortieren, sondern gleiche Knöpfe herauszusuchen. Besonders bei den kleinen Knöpfen ist das richtig in Arbeit ausgeartet. Es hat sich aber gelohnt, denn nun habe ich endlich einen Überblick, welche Knöpfchen z.B. für meine Blusen verwendet werden können.

Hier mal ein grober Überblick meiner aufgefädelten Schätze, Bedingung waren mindestens 4-5 gleiche Knöpfe bei den ganz kleinen bzw. 2 gleiche bei den ganz großen.



In den Dosen befinden sich aber noch viele Einzelgänger und etliche helle durchsichtige Hemdenknöpfe.....

Mittwoch, 16. März 2016

der Frühling kann kommen.....

Da mir das Nähen gerade so viel Spaß macht, habe ich mit neuen Oberteilen für das Frühjahr begonnen.

Zunächst habe ich mir noch einmal einen anderen Ärmel konstruiert, nämlich laut Hofenbitzer die Version mit der hohen Armkugel. 100% bin ich mit diesem Ärmel noch nicht, da er etwas zu weit geworden ist. Ich werde die Maße noch einmal alle kontrollieren und den Ärmel noch einmal neu zeichnen. Diese Ärmelform ist viel komplizierter zu erstellen als der normale weite Blusenärmel, da zunächst alles von der Seite gezeichnet wird und anschließend von innen nach außen gespiegelt werden muss.

Für diese Bluse habe ich Halsausschnitt, angeschnittene Blende und Kragen von diesem Burda-Schnitt übernommen

109 15-06
Bluse 109  aus BurdaStyle 06/2015


Auch die Ärmelform habe ich nachempfunden, allerdings ist mein Ärmel etwas zu weit geworden und ich musste ziemlich viel einhalten, wobei Minifältchen entstanden sind. Beim Ärmelbündchen habe ich auf die Knopflösung verzichtet. Insgesamt sitzt diese Ärmelform bisher schlechter als der weitere, flache Blusenärmel.  

Diesen Burdaschnitte hatte ich übrigens letztes Jahr mal mit Nessel getestet und dann enttäuscht wieder weggelegt, da hier Größe 44 für mich viel zu eng war und die Teilungsnaht auch viel zu hoch saß. Da es nun nach meinem heutigen Wissenstand für mich einfacher erschien, bei dem etwas festen Baumwollstoff meinen Grundschnitt zu verwenden, habe ich darauf verzichtet, den kompletten Originalschnitt auf meine Maße zu anzupassen.

Und hier ist nun das Ergebnis, das ich trotz der vorhandenen Mängel tragen werde:



Zunächst hatte ich etwas Bedenken, dass dieser gelbe Stoff mit den bunten Pünktchen für mich mit inzwischen 63 Jahren zu jugendlich ist, aber inzwischen denke ich, dass diese Überlegung Blödsinn ist. Leider fällt aber dieser Baumwollstoff nicht schön, für die nächste Bluse habe ich noch einen feinen geblümten Stoff, mit dem ich eine weitere Schnittvariante ausprobieren werde.

Meine Bluse reiht sich nun in die Galerie des Me-Made-Mittwoch ein, wo Woche für Woche um die 100 Eigenkreationen gezeigt werden.

Mittwoch, 9. März 2016

und noch eine...

Nachdem das Wetter die letzte Zeit so durchwachsen war, der Garten daher noch ruht und auch die Dreieckstücher für den Enkel inzwischen fertig sind, habe ich die nächste Bluse in Angriff genommen. Ich hatte immer noch drei geschenkte indische Stoffstücke (115 x 200) hier liegen, die zwar qualitativ nicht so toll sind, dafür aber gut als Übungsstoffe verwendet werden können. Da ich meine blau-karierte Bluse sehr gern trage, habe ich mir eine ähnliche Bluse aus dem grün-karierten Stoff genäht.

Bluse 133  aus BurdaStyle 09/2015
Statt des Burda-Schnittes, bei dem für mich die Abnäher etwas zu hoch liegen und es etwas kompliziert zu nähende Keile unter den Achseln gibt, habe ich wieder meinen Grundschnitt genommen und vom Burda-Schnitt nur die Kragen- und Ausschnittlösung verwendet. Die Ärmellänge ist auch analog, nur habe ich dieses Mal das Bündchen einfach direkt geschlossen und auf Schlitz und Knopf verzichtet.

Insgesamt war es wieder eine ziemliche Bastelei, um alle Teile zuschneiden zu können. Die Ärmel und die Blende habe ich z.B. im rechten Winkel zum Fadenlauf zugeschnitten, sonst wäre es mit dem Muster zu chaotisch geworden. Als ich die Einlage auf den Unterkragen gebügelt hatte, musste ich feststellen, dass auf dem anderen Kragenteil vorne ausgerechnet auf dem sichtbaren Teil ein Webfehler war. Ich habe dann einfach Unter- und Oberkragen getauscht, nun klebt die Einlage halt auf dem Oberkragen.

Und hier das Ergebnis, mit dem ich wieder sehr zufrieden bin:



Das Bild musste wieder einmal im Treppenhaus aufgenommen werden, draußen ist es einfach noch zu kalt. Und gerade zu diesem Zeitpunkt kam kurz die Sonne heraus, daher der Schatten an der Wand.

Jetzt wird es Zeit, dass es endlich Frühling wird, denn es warten noch Stöffchen für Sommerblusen auf die Verarbeitung, die zum Glück weder Streifen noch Karos besitzen und daher leichter zugeschnitten werden können. Da es mit dem selbst konstruierten Grundschnitt nach Hofenbitzer so gut klappt, mache ich mich mal auf die Suche nach anderen verwendbaren Details aus meinen Schnittmusterheften.  Ich denke, ich habe so für mich eine ideale Kombination aus Grundschnitt und Kaufschnittmustern gefunden, mit der ich weiter experimentieren kann.

Nach den Blusen werde ich mich an T-Shirts und dann an Röcken nach derselben Methodik (Grundschnitt + Details aus Schnittmustern) versuchen. Und wenn ich damit ausreichend Erfahrung gesammelt habe, versuche ich mich vielleicht mal wieder an einem Kleid.

Zunächst schaue ich mir aber an, was die anderen Teilnehmer heute zum MMM tragen, denn diese Linksammlung ist immer eine tolle Sammlung an Ideen.

Sonntag, 6. März 2016

Baby-Dreieckstücher

Diese Dreieckstücher aus vorhandenen Jerseyreststücken waren Dank der neuen Overlook schnell zusammengenäht und warten nun darauf, ab Osten vom Enkel getragen zu werden.


Mittwoch, 24. Februar 2016

nächste Bluse

Zunächst hatte ich mir überlegt, wieder eine Bluse nach einem fertigen Schnitt zu nähen und diesen bei Bedarf etwas anzupassen. Aus der aktuellen Burda hatte ich mir die Bluse 112 ausgesucht, da diese mir, nach der technischen Zeichnung zu beurteilen, für mich geeignet erschien.


112A-032016-B, burda style, Hemdbluse, Langärmlig, Nähen, DIY

©  BurdaStyle 

Technische Zeichnung




Nachdem ich die kopierten Folien an die Schneiderpuppe gesteckt hatte, war mir schnell klar, dass diese Bluse viel zu weit wird und wohl eher für Superschlanke als lässiges Hemd geeignet ist. Außerdem gefielen mir die überschnittenen Schultern für mich nicht und wenigstens Brustabnäher hätte ich mir auch gewünscht.

Also habe ich meinen Grundschnitt nach den Erfahrungen der letzten Bluse noch einmal neu gezeichnet und dann Elemente wie die Kragenlösung, eine Passe und die Falte auf dem Rücken aus dem Burdaschnitt übernommen. Statt der verdeckten Knopfleiste wollte ich lieber sichtbare Knöpfe und da ich einen gestreiften Stoff für diesen Versuch hatte, habe ich mich zum ersten Mal für den Übergang von der Passe zum Vorder- und Rückenteil an einer Paspel versucht. Dank der Anleitung von Frau Nahtzugabe ( die MMM-Community ist einfach toll) ist mir das ganz gut gelungen. Ich hatte noch farblich passendes Schrägband im Bestand und ein leider etwas zu dünnes Baumwollgarn (ich hatte mal vor langer, langer Zeit eine Deckchenhäkelphase), aus dem ich mir einfach eine Luftmaschenkette als Paspelfüllung gehäkelt habe.

Paspel
Mit dem gesamten Ergebnis bin  recht zufrieden, die Arme kann ich prima heben und die Abnäher laufen (zufällig) genau so, dass die Streifen im Stoff weiterlaufen. Darauf muss ich künftig bei Streifen besonders achten, denn das Ergebnis hängt da vom Winkel der Abnäher ab. Für mich besser finde ich es aber, wenn die Abnäher etwas schräger von unten kommen.


Brustabnäher

Lediglich den Kragensteg hätte ich mir etwas breiter gewünscht, aber bei diesem Burdaschnitt ist die Kragenlösung halt einfach so. Gut, der Stoff erinnert mich etwas an eine (wegen der Farben französische) Krankenschwester, aber zu Jeans passt die Bluse ganz gut. Der Stoff stammt aus einer günstigen Krabbelkiste und wurde nach Gewicht bezahlt. Insgesamt war es ein 4-Meter-Stück, so dass ich damit noch mehr Experimente machen kann.




So, oder so ähnlich (vermutlich aber wieder mit leichten Taillenabnähern) werde ich mir sicher noch ein paar Kurzarmblusen für den Sommer nähen, ein paar geeignete Baumwollstoffe habe ich noch im Vorrat. Zunächst aber braucht der kleine Enkel ein paar Baby-Dreieckshalstücher, da der Speichel gerade reichlich fließt.

Was es diesen Mittwoch noch an selbsterstellter Kleidung zu sehen gibt, findet ihr hier.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Blusenkonstruktion

Nachdem ich regelmäßig Passformprobleme mit fertigen Schnittmustern habe und es unter den Bloggern andere Hobbyschneiderinnen gibt, die sich mit Schnittkonstuktion beschäftigen, habe ich beschlossen, dies für mich auch einmal auszuprobieren. Meine Kollegen hatten mir zum Abschied Gutscheine geschenkt, einen davon habe ich nun in dieses Buch investiert und zunächst fleißig darin gelesen.




Da ich ein schnelles Erfolgserlebnis haben wollte, habe ich mich gleich an die Konstruktion einer Bluse gewagt, wobei ich den eigentlichen Grundschnitt aber in nächster Zeit noch nachholen werde.

Da ich keine Ahnung hatte, wie das Ergebnis aussehen würde, habe ich einen von den geschenkten indischen Stoff (den, der mir am wenigsten gefällt) als Probebluse zugeschnitten. Leider hat die Stoffmenge nur für einen kleinen Kragen und kurze Ärmel gereicht.

Vom Ergebnis bin ich positiv überrascht worden, hier an der Puppe...


und hier an mir:



Schwierig war, einen schwarz-grundigen Stoff zu nehmen, bei dem man nur bei Tageslicht sieht, wo man eigentlich näht. Außerdem habe ich mich hinterher geärgert, dass ich zu faul war, einen Kragen mit Steg zu konstruieren, denn der einfach umgelegte Kragen könnte besser sitzen. Die eine oder andere Kleinigkeit kann natürlich noch verbessert werden, aber als erstes Teil dieser Art bin ich mehr als zufrieden und werde diese Bluse sicher auch tragen.

Da ich keine schwarze Knöpfe in ausreichender Menge in meinem Knopfvorrat hatte, bin ich heute Nachmittag extra noch einmal los und habe preisgünstige für diese Bluse erstanden (und natürlich auch wieder Stoff). Das ist auch der Grund, warum die Bluse erst vorhin fertig wurde und die Aufnahmen nicht mehr bei Tageslicht möglich waren. (Ich wollte mein Erstlingswerk heute unbedingt noch beim MMM zeigen.)

Im Moment stelle ich mir vor, dass ich künftig diesen Basisschnitt um Details ( z.B. Kragen- und Ärmellösungen) von anderen Schnitten ergänze.

Ich bin im Moment mächtig stolz auf diese Bluse und muss sagen, dass sich der Aufwand der letzten Tage gelohnt hat.

Nun muss ich mich aber heute Abend noch durch die Projekte der anderen Teilnehmerinnen beim Me-Made-Mittwoch klicken, denn hier finde ich regelmäßig gute Ideen für eigene Projekte.