Mittwoch, 2. Juni 2021

Verschiedenes

Im Moment habe ich nichts Neues, was ich beim Juni-Me-Made-Mittwoch  zeigen könnte. Ehrlicherweise habe ich auch genügend Kleidung im Kleiderschrank, obwohl ich kräftig aussortiert habe.

Ganz auf das Nähen verzichte ich aber nicht, denn die Enkel freuen sich immer über Neues von der Oma und solange sie noch begeistert selbstgenähte Kleidung tragen, nähe ich gerne für sie.

Zudem regt es mich schon länger auf, dass bei einigen meiner Hosen die Taschen ziemlich knapp für das Smartphone sind. Die Handytaschen zum Umhängen haben sich für mich nicht bewährt, da sie immer in der Gegend rumbaumeln, also musste eine andere Lösung her. Ich habe mir also den Schnitt 'Lilly von creaResa' angepasst, indem ich zwei 10 cm lange Stücke Gurtband auf der Rückseite aufgenäht habe und alle extra Fächer weggelassen habe, damit die kleine Tasche nicht so aufträgt und im Hosengürtel eingefädelt werden kann. Durch die Gurtbänder, die breiter als der Gürtel sind, passt sich das Täschchen gut an jede Sitzposition an.

aus schwarzem Kunstleder


aus braunem Kunstleder 
zusammen mit einer Impfpasshülle nach SewSimple.de

Da ich noch genügend Reststücke habe, entstehen sicher noch mehr Versionen, vermutlich zunächst aus hellem Kunstleder zum weißen Gürtel und auch aus einer alten Jeans zum blauen Gürtel.

Mittwoch, 5. Mai 2021

T-Shirtproduktion beginnt

Mit der Kragenlösung von Sweatshirt Miley von Pattydoo (letzter Post) habe ich gleich noch 2 weitere Shirts genäht, aber mit 'normalen' Ärmeln. Irgendwie sind da aber keine Bilder an der Frau entstanden.


Getragen wurden in diesem kalten April beide sehr gerne und häufig.

Danach habe ich mit der T-Shirt Produktion begonnen, hier zeige ich mal das erste, das aus einem der Stoffe aus einem 'Trigema-Putzlappenpaket' entstanden ist. Die Stoffstücke sind immer zufällig, aber die Qualität ist eigentlich immer sehr gut und die Farbe finde ich auch ok.


Diesen Schnitt Audrey hatte ich schon einmal als Rolli genäht, da Pattydoo nun aber noch glatte Ärmel statt gekräuselte Ärmel nachträglich mit in den Schnitt aufgenommen hat, habe ich ihn als kurzärmliges Shirt ausprobiert. Wieder einmal habe ich gemerkt, wie unterschiedlich sich Stoffe verhalten. Dadurch, dass dieser grüne Jersey weniger elastisch ist und ich einfach ohne Nachzudenken zugeschnitten hatte, ist das Shirt über der Brust etwas knapp geraten. Beim nächsten Versuch, von dem es im Moment auch kein aktuelles Bild gibt, habe ich dann vorne im gekräuselten Bereich noch etwas zugegeben.

Außer für mich, nähe ich immer auch wieder für die Enkel:


Ich hoffe nun, dass verstärkt mit der Sommerproduktion begonnen werden kann, denn es reicht so langsam mit dem zu kühlen Wetter. Bestimmt werden hier heute im Mai-MeMadeMittwoch die ersten Sachen für die warme Jahreszeit vorgestellt.

Mittwoch, 3. März 2021

Sweatshirt

Als ich die Kragenlösung von Sweatshirt Miley von Pattydoo mir genauer angeschaut habe, war mir sofort klar, dass ich so ein Sweatshirt brauche. Da ich aber nicht so ein Fan von großen farblichen Unterteilungen bin, habe ich es einfarbig genäht und nur für den Reißverschluss und die Bündchen eine andere Farbe gewählt. Diesen rostroten French Terry aus Modal hatte ich mir mal aus Verdacht mitbestellt.
Da dieser Stoff aber viel weicher ist als 'normaler' Sommersweat bin ich im Nachhinein froh, dass ich dünne Einlage auf die Kragenteile gebügelt habe. 


Zunächst war ich von den überschnittenen Schultern nicht so überzeugt, da aber der weiche Stoff schön locker fällt, wurde dieses Oberteil nun zu einem meiner Lieblinge und wird wirklich häufiger als die anderen Sachen getragen. 



Da ich noch einen festeren Sweat hier liegen habe und noch so ein Sweatshirt, aber ohne die überschnittenen Schultern haben möchte, habe ich mir einen Schnitt aus einem  normalen bequemen T-Shirt ohne Brustabnäher, bei dem ich mir die Ärmel verlängert habe, und dieser Kragenlösung gebastelt. Zugeschnitten habe ich schon mal, jetzt muss nur noch genäht werden. 

Was ich zuletzt für mich genäht habe, waren aus Jerseyresten Unterhosen. Zuerst hatte ich das Modell 'Fleur' von Pattydoo ausprobiert. Der erste Versuch gefiel mir nicht so recht, da sich der Beinausschnitt beim Säumen zu sehr ausgedehnt hat und dadurch über den Po viel zu viel Stoff war. Wenn ich Wäschegummi um die Beinausschnitte nähe, wird es aber tragbar.



mit glattem Falzgummi
Auf der Suche nach anderen Schnittmustern bin ich dann auf 'Panty Joyce' von Nähtalente gestoßen. Dieser Schnitt hat sich sich dann von der Form her als geeigneter für mich herausgestellt. Hier habe ich dann verschiedene Gummibänder ausprobiert.

mit Wäschgummi









mit Spitzen-Falzgummi 











Inzwischen besitze ich einen ganzen Stapel neuer Slips, das dürfte für einige Zeit wieder genügen.







Was die anderen Hobbynäherinnen inzwischen so alles für sich genäht haben, kann man sich hier beim monatlichen Me-Made-Mittwoch ansehen.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Noch ein Pulli

Ich habe noch leichte Sweatstoffe hier liegen, die ich noch verarbeiten kann. Blusen brauche ich aktuell keine neuen und für die viele Zeit daheim sind so leichte Pullis gerade mein Favorit.

Da ich schnell nähen und nicht wieder größere Schnittanpassungen machen wollte, habe ich auf den bewährten angepassten Schnitt meines Lieblingsshirts zurückgegriffen und einfach genäht. Und was ich eigentlich hätte wissen müssen, ist die Tatsache, dass sich unterschiedliche Stoffe unterschiedlich verhalten. Der verarbeitete Stoff ist weicher und überwiegend aus Polyester. Das hatte zur Folge, dass der Bund, den ich aus demselben Stoff genäht habe, viel zu weit war. Zunächst habe ich versucht, den Bund wieder abzutrennen, was auf Grund des Stoffes sich aber als unmöglich herausgestellt hat. Ich nähe nämlich, da meine Overlock manchmal Schwierigkeiten macht, immer zuerst mit einem elastischen Stich der Nähmaschine und nähe anschließend aus optischen Gründen noch einmal mit der Overlock dieselbe Strecke. In dem weichen gemusterten Stoff war die Naht nicht mehr zu erkennen und Trennversuche führten leider zu kleinen Löchern. Also habe ich mich entschieden, einfach die Seitennaht im Hüftbereich über den Bund hinweg enger zu nähen und das Zuviel an Stoff abzuschneiden. Der weiche Stoff hat das ganz gut mitgemacht und das Ergebnis ist meiner Meinung nach tragbar.





Zu meiner tollen Frisur muss ich mal sagen, dass ich seit dem 22. Oktober  nicht mehr beim Friseur war. Zum Glück wachsen meine dünnen feinen Haare recht langsam und waren das letzte mal kürzer als üblich geschnitten worden. Ich komme also immer noch einigermaßen klar, mein Mann hat mir lediglich im Nacken und die langen Spitzen vor den Ohren etwas gekürzt. Trotzdem wünsche ich mir endlich einen Friseurtermin. Ich befürchte nur, der Lockdown geht noch etwas länger...

Mittwoch, 6. Januar 2021

Pulli

Ich hatte noch einen dunkelblauen Sommersweat im Regal liegen, den ich mal auf einem Stoffmarkt für eine Jogginghose mitgenommen hatte. Als nun die Fashion Style vom Januar im Briefkasten lag und ich darin einen Schnitt für einen Rollkragenpulli fand, so wie ich ihn schon länger suche, habe ich einfach mal den Schnitt in XL kopiert und zugeschnitten. Ich dachte, ok, das ist 'easy' und gleich fertig, aber es kam mal wieder anders. Die Seitenlinie hatte ich vor dem Zuschneiden schon mal begradigt und einfach drauf los genäht.


Die erste Anprobe ergab dann aber, dass ich mit dem Kopf nur mit äußerster Mühe durch die Öffnung kam und mein Stoff eigentlich für diesen doppelt gelegten Rollkragen viel zu dick ist. Zuerst habe ich überlegt, das Teil gleich zu entsorgen, denn die elastische Naht meiner Nähmaschine ist immer mühsam wieder aufzutrennen und bei so dunklem Stoff sieht man dazu kaum, wo man eigentlich genäht hat. Aber dann war mir der Stoff doch zu schade. Eigentlich war es blöd, für diesen Schnitt einen zwar elastischen French Terry zu nehmen, wenn eigentlich ein Jersey oder Strickstoff vorgesehen ist. Nun gut, ich habe den Kragen geduldig wieder abgetrennt, die Höhe halbiert und den Halsausschnitt ein kleines bisschen vergrößert. Das fühlte sich dann schon viel besser an.


Das nächste Problem war dann, dass der Pulli an der Hüfte immer noch zu weit war, also habe ich dann nach unten noch etwas Weite raus genommen. Und irgendwie war mir dann der ganze Pulli auch noch etwas zu kurz, denn ich mag es lieber wenn sich Saum und Ärmelabschluss mindestens auf derselben Höhe befinden.  Da ich nicht mehr genug passenden Saumbund im Vorrat hatte, habe ich aus demselben Stoff einen schmalen Bund zugeschnitten und angenäht. Das ganze Ergebnis geht so. Über der Brust hätte ich noch etwas mehr Weite gebraucht und alle anderen Änderungen habe ich mir auf dem Schnitt notiert. Ich kann mir also schon vorstellen, so einen Pulli noch einmal aus einem anderen Stoff zu nähen. Daheim auf dem Sofa ist der Pulli, so wie er nun ist, aber bequem und gemütlich . In diesen Pandemiezeiten brauche ich derzeit als Rentnerin wirklich keine schicke Bluse...


Hier geht es nun zum aktuellen Me-Made-Mittwoch. Mal schauen, was die anderen so alles inzwischen genäht haben.

Gezeigt werden alternativ auch die Lieblinge des letzten Jahres. Mein derzeit am liebsten und am häufigsten getragenes Oberteil  ist dieses:


Insgesamt habe ich im letzten Jahr wohl weniger genäht als die Jahre vorher. Ich glaube, es waren mehr Sachen für die Enkel als für mich selber.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Nähen für Weihnachten - Finale


Die geplanten Termine für dieses Projekt sind folgende:

15.11. Schnitt und Stoff liegen bereit, Vorstellung der Pläne
22.11. 
Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht
06.12. 
Auf der Zielgeraden oder noch kurzfristig für was ganz anderes entschieden 
20.12. 
Finale mit ein, zwei oder drei neuen Outfits für den Weihnachtsabend

Eigentlich dachte ich, dass ich bei der Hose nur alles Geheftete wieder auftrennen muss und dann einfach wieder zusammennähen kann. Aber es kam dann doch alles etwas anders, wobei die Schuld bei mir lag.

Wenn man nur das Nähvideo anschaut und nicht das Gehirn dazu einschaltet, passiert ein Fehler nach dem anderen. 

Der erste Fehler, der passierte, war, dass ich die Nahtzugabe für den Reißverschluss an der falschen Seite abgeschnitten habe, so dass ich einen 'Männerhosenverschluss', also den Untertritt auf der anderen Seite, nähen musste. Das hatte dann später zur Folge, dass die Knipse am Bund alle nicht mehr übereingestimmt haben. Also wurden die Knipse erst mal ignoriert. Das Ergebnis war, dass ich den Bund wieder abtrennen und neue Markierungen in umgekehrter Reihenfolge anbringen musste, um das Ganze auch ordentlich passend anzunähen.

Bei den Taschen hatte ich mich für die Lösung mit den aufgesetzten Taschen entschieden und diese an die Bundlinie der Hose angepasst, zugeschnitten, den angeschnittenen Beleg mit Einlage verstärkt und aufgenäht. Im Stehen sah das Ganze recht gut aus, nur, wenn ich mich hingesetzt habe, standen die Tascheneingriffe so ab, dass ich für mich entschied, so ziehe ich diese Hose nicht an. Also habe ich an den betroffenen Stellen den Bund wieder abgetrennt, die Taschen abgetrennt und die Innenseitennähte wieder aufgetrennt. Was tun? Eine Hose ganz ohne Taschen wollte ich nicht, die ganze Hose wieder auftrennen wollte ich auch nicht, also habe ich einfach noch einmal neue Taschen zum Aufnähen zugeschnitten und den runden Eingriff wie im Originalschnitt verwendet.

Als alles wieder zusammengenäht war, hatte ich zunächst erst mal genug und habe die Hose beiseite gelegt, denn bei einer Hose ist es eindeutig bequemer, wenn die Taschen wie üblich innen liegen, 

Der Sonntagtermin für das Finale rückte immer näher und ich habe mich erwischt, dass ich erst einmal nachgeschaut habe, wie lange die Linkparty noch offen ist. 

Gestern habe ich nun doch noch den Hosensaum umgenäht, so dass ich die fertige Hose samt dem Shirt hier doch noch zeigen kann. 






Fast noch besser gefällt mir diese Kombination mit einer Bluse, die ich mir 2016 für Silvester genäht hatte.




Ich bin nun selber gespannt, wie sich diese Hose verhält, wenn ich damit einen Sofatag hinter mir habe. Diese Chance bekommt sie noch.

Das Fazit ist nun:
Der Hosenschnitt hat eindeutig Potential, wenn man ihn so vernäht wie vorgesehen und auch einen Stoff mit genügend Elasthan verwendet (ebenfalls wie vorgesehen). 

Zum Schluss bleibt nun noch, allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein hoffentlich besseres Jahr 2021 zu wünschen. Wir feiern dieses Jahr Weihnachten nur zu dritt, also mit dem Sohnemann, der seine Covid-Infektion schon letzten März als Skifahrer hinter sich gebracht hat. Eigentlich wollten wir 'zwischen den Jahren' zur Tochterfamilie fahren und endlich die Enkel wiedersehen, aber das haben wir abgesagt, bis die Fallzahlen wieder unten oder wir geimpft sind .

Bleibt gesund!

Sonntag, 6. Dezember 2020

Nähen für Weihnachten - Zwischenstand 2

 



Die geplanten Termine für dieses Projekt sind folgende:

15.11. Schnitt und Stoff liegen bereit, Vorstellung der Pläne
22.11. 
Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht
06.12. 
Auf der Zielgeraden oder noch kurzfristig für was ganz anderes entschieden 
20.12. 
Finale mit ein, zwei oder drei neuen Outfits für den Weihnachtsabend

In der Zwischenzeit habe ich die 'Probehose' aus dem vorgesehenen Stoff mit der Nähmaschine zusammengeheftet und auch den Bund probeweise angenäht. Die Anprobe sagt mir, dass ich die Hose jetzt so nähen kann. Da ich aber keine Lust habe, einen vorhandenen Reißverschluss zu kürzen und es in der 'Black Week'  auch Rabatte auf Stoffe gab, habe ich noch einmal eine Bestellung los geschickt und passende Reißverschlüsse für Hosen nach diesem Pattydoo-Schnitt mitbestellt. Da sich die Lieferung aber etwas verzögert hat und erst gestern eingetroffen ist, habe ich die Wartezeit genutzt und schon mal das Oberteil genäht. 


Eigentlich hatte ich mir gedacht, das geht ratz fatz, aber dummerweise hatte ich das Schnittmuster in der Länge etwas zu großzügig angepasst, so dass ich das Shirt noch einmal komplett auftrennen und das Zuviel an Stoff wieder entfernen musste. Im Endeffekt habe ich dann oberhalb der Brust doch nur einen halben Zentimeter zugegeben. Bei Raglan Schnitten sind die Anpassungen irgendwie sowieso schwierig und außerdem ist bei diesem Schnitt die Linienführung des Raglans für mich sowieso nicht so toll. Ich finde, dass die Linie sehr weit außen liegt und daher der Ärmel ziemlich eng wird. (Ich habe nun wirklich keine kräftigen Oberarme...) Ich lasse dieses Oberteil jetzt so, wie es ist, da weitere Anpassungen das Ganze nur verschlimmbessern würden. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, einen meiner vorhandenen Schnitte zu verwenden und den Kragen dran zu basteln. Ich habe ja seit gestern schon wieder neuen French Terry hier liegen... Noch einmal werde ich aber diesen Schnitt nicht nähen.

Da ich zwischendurch auch noch neue Oberteile für die beiden Enkel in Arbeit habe, werde ich dann wohl in der kommenden Woche mit der Hose weitermachen. Bis Weihnachten wird sie sicher fertig werden. 

Nun muss ich aber mal nachschauen, wie es bei den anderen so läuft. Hier geht es zur Übersicht.