Samstag, 23. August 2014

Blusenstoff aus Indien

Auch wenn sich hier auf dem Blog derzeit nicht viel tut, übe ich fleißig weiter. Nachdem ein weiteres Shirt und auch ein weiteres Sommerblüschen (nach einem anderen Schnitt) entstanden sind, habe ich mich entschlossen, für die nächste Bluse aus dem Stoff, den ich mir Anfang 2013 aus meinem Indienurlaub mitgebracht hatte, doch wieder den bereits bewährten Burdaschnitt 131 aus dem Maiheft zu verwenden.  Da es so langsam Hebst wird und die Stofffarben auch eher herbstlich sind, werde ich jedoch die Ärmel verlängern.



Da die Stoffbahn mit knapp 120 cm Breite schmaler als sonst üblich ist, hat es gerade so gereicht, alle benötigten Teile auszuschneiden. Als ich damals den Stoff spontan in Indien gekauft habe, war mir noch nicht klar, wann ich wieder mit dem Nähen anfange und ich hatte mich daher noch nicht wieder mit den benötigten Längen beschäftigt, sondern so viel Stoff gekauft, wie mir der Verkäufer für eine Bluse empfohlen hatte. (Indische Frauen sind in der Regel wohl kleiner und zierlicher als ich mit meinen 1,74 m)

Einfach zu nähen ist der Stoff auch nicht, da es sich  laut Verkäufer um eine Baumwoll-Seiden-Mischung handelt und ziemlich dünn und rutschig ist. Zumindest den Ausschnitt habe ich inzwischen einigermaßen hinbekommen.


Die nächste Herausforderung sind jetzt die Ärmel und ob die Bluse noch vor dem Urlaub Ende August fertig wird, ist fraglich. Fertig werden muss sie aber bis Ende September, denn ich möchte sie gerne zum 90. Geburtstag meiner Mutter tragen. Danach werde ich sie sicher einmal beim MMM vorstellen.

Samstag, 19. Juli 2014

nächster Shirtversuch

Aus einem weiteren Stück Jersey aus dem Trigema-Paket habe ich ein Shirt aus der aktuellen Ottobre Woman ausgewählt. Es ist der Schnitt Nr. 3 und mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.




Die Bilder habe ich mit dem Smartphone aufgenommen, die Farbe stimmt leider nicht ganz mit der Realität überein. Ich würde die Farbe als 'Bordeaux' bezeichnen, also ein eher dunkler Rotton.

Natürlich lässt sich immer noch das eine oder andere verbessern. Da es heute sooo heiß ist und ich daher den Tag überwiegend im Haus verbringe, habe ich beim Stöbern im Netz eine interessante Anleitung für einen einfachen FBA gefunden. Diese Beschreibung bestätigt mich darin, nicht einfach die Größe nach dem Brustumfang auszuwählen, denn wenn ich das mache, ist das Kleidungsstück in der Regel an den Schultern zu breit und um die Hüfte zu weit. Beim nächsten Shirt werde ich diese Anpassung mal ausprobieren.

Sonntag, 13. Juli 2014

hellblaues Shirt

Ich übe nun doch weiter daran, Jersey zu vernähen. Nachdem ich dank MMM gelesen habe, dass es bei Trigema 'Putzlappen' zu kaufen gibt, habe ich mir einfach mal 1 kg bestellt. In dem Paket war unter anderem ein hellblaues Reststück von einer wunderbaren Qualität, leider etwas knapp für ein 'normales' T-Shirt. Beim Blättern durch meine Burda-Hefte habe ich ein Schnittmuster entdeckt, das aus mehreren Einzelstücken zusammengesetzt ist. Mit viel Glück konnte ich alle Teile zuschneiden. Da es laut Beschreibung ziemlich eng geschnitten sein soll, habe ich seitlich etwas zugegeben, mit dem Ergebnis, dass das Shirt nun etwas zu weit geworden ist. Dafür ist es aber sehr bequem und angenehm zu tragen.



Es handelt sich um Nr. 114 aus der aktuellen Juliausgabe, nur dass ich dieses Shirt einfarbig genäht habe.


Da der Ausschnitt einigermaßen geklappt hat,werde ich diesen Schnitt sicher noch einmal nähen, dann aber doch etwas enger.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Noch einmal Bluse 131 aus der Burda 05/2014

Letzten Freitag war ich auf der Suche nach günstigem Stoff, denn der Sommerschlussverkauf oder auch Sale rückt so langsam näher. ich werde mir auch sicher noch einen kleinen  Stoffvorrat zulegen. Bei dieser ersten Runde durften drei verschiedene Stoffe mit nach Hause und aus einem habe ich gleich am Samstag noch einmal die Bluse aus der Mai-Burda genäht, von der ich wusste, dass der Schnitt passt. Dieses Mal habe ich auf die Bündchen an den Ärmeln verzichtet und die Bluse etwas verlängert.

Schnell wurde noch das gute Wetter ausgenutzt, und das Nähergebnis im Bild festgehalten.

von vorne


von hinten

Unheimlich gefreut habe ich mich über die kleinen passenden Knöpfe, die ich zufällig für 30 Cent/ Stück als Restposten entdeckt habe.



Also, wenn mich irgendwann der Nähfrust packt, weil etwas nicht so wird, wie ich es mir vorstelle, dann kann ich mir mit diesem Blusenschnitt ein schnelles Erfolgserlebnis verschaffen.

Da ich gelesen habe, dass es diese Woche auch um das Kofferpacken geht, diese Bluse kann natürlich immer mit in den Urlaub, auch wenn wir meistens keinen Koffer sondern den Wohnwagen packen. Den ersten Urlaub haben wir auch gerade hinter uns und da unsere Kinder erwachsen sind und der Mann an meiner Seite bereits im Ruhestand ist, sind wir nicht mehr gezwungen, in den Sommerferien zu verreisen. Anfang September werden wir aber noch einmal packen und den Sommer verlängern.

Was die anderen Kofferpacker an Selbstgenähtem mit in den Urlaub nehmen ist hier zu sehen:
http://memademittwoch.blogspot.de/2014/07/me-made-mittwoch-am-972014-ich-packe.html


Mittwoch, 11. Juni 2014

Was lange währt....

Das Oberteil wurde relativ zügig fertig, als problematisch erwies sich der Rock. Ich hatte mir als Basis einen Schnitt für einen etwas ausgestellten Rock ausgesucht, von dem aber nach den vielen Anpassungen nicht mehr viel vom Original übrig geblieben ist, daher auch keine Angabe zum verwendeten Schnitt.


Zunächst hatte ich einen normalen 3 cm breiten Bund angenäht, der aber etwas zu eng geraten war und so nicht bleiben konnte. Diese fertigen aufbügelbaren Bundeinlagen sind zwar praktisch, für mich und meine Figur aber eher unbequem. Also wieder ab damit. Bei meinem einzigen Kaufsommerrock ist die obere Kante ganz schmal eingefasst, was ich dann einfach so nachgeahmt habe.


Nun gefällt mir das Ergebnis schon besser und ist eigentlich eine ganz gute Lösung für mich, wenn es sich nicht um einen bundlosen Rockschnitt handelt. Das Endergebnis gefiel nun meinem Mann nicht, er fand den Rock unten einfach zu weit. Er hatte ja recht, denn dieser recht locker gewobene Stoff fiel vorne eher glatt und hat nur zu den Seiten hin Falten geworden.



Also habe ich ihn gebeten, den Rock seitlich abzustecken und siehe da, das Ganze sah nun schon etwas besser aus. Da er schon dabei war, durfte er auch noch die Rocklänge festlegen. Da ich im Moment (noch) keinen Rockabrunder besitze, wurde die Rocklänge festgelegt, indem er an einem alten Besenstil den Abstand vom Boden markiert  und mir in dieser Höhe rundherum Stecknadeln im Stoff befestigt hat.  Man muss sich nur zu helfen wissen....




Ich selber hätte wohl den Rock ein paar Zentimeter länger gelassen. Auch finde ich eingesetzte Ärmel für mich besser als diese angeschnittenen. Mit dem Ergebnis bin ich aber soweit mal zufrieden. Nur so einen Stoff möchte ich künftig nicht mehr verarbeiten, da dieses lockere Gewebe unendlich ausfranst und der Fußboden ständig voller Fäden lag.

Mehr Selbstgeschneidertes gibt es hier zu sehen.....
http://memademittwoch.blogspot.de/2014/06/me-made-mittwoch-am-11-juni-2014.html

Sonntag, 18. Mai 2014

Bluse und Rock statt Kleid

Aus einem sommerlichen Stoff, den ich mir letztes Jahr zum Saisonende günstig gekauft hatte,  sollte eigentlich ein Sommerkleid werden. So war jedenfalls der Plan beim Kauf.



Nach Durchsicht aller vorhandener Schnitthefte hatte ich mir drei eventuell mögliche Modelle ausgesucht und den Ehemann nach seiner Meinung gefragt. Denn wenn es ihm nicht gefällt, bleibt das Kleid wohl eher im Schrank hängen. Er befand alle drei Schnitte für mich nicht geeignet, wobei er eigentlich immer ein guter Berater ist und meistens richtig liegt. Er schlug also vor, einen Zweiteiler zu nähen, also Oberteil und Rock getrennt, aber aus demselben Stoff. Nun gibt es ja so gut wie keine Vorschläge für solche Kombinationen, also habe ich mich abgestimmt auf die vorhandene Stoffmenge (2,20m) in den Heften auf die Suche gemacht. In Zukunft werde ich sicherheitshalber immer 3 m Stoff kaufen, denn dann ergeben sich bei Zweiteilern mehr Möglichkeiten.

Das Oberteil wird wohl in etwa so aussehen (Kragen fehlt noch):



Zur Zeit bin ich noch mit Schnittanpassungen beschäftigt. Gelernt habe ich dabei inzwischen, dass ich bei meiner Körpergröße von 174 cm etwas Länge zugeben muss. Daher habe ich oberhalb und unterhalb der Brust den Schnitt geteilt und jeweils 1 cm Länge eingefügt. Ursprünglich hatte ich gedacht, dass ich, weil die Abnäher zu hoch saßen, über einen FBA Platz schaffen muss, aber bei einem B-Körbchen ist das eigentlich nicht nötig. Die Verlängerung ist hoffentlich die richtige Methode.

Nötig ist auch noch, wegen meiner nicht vorhandenen Wespentaille, die fehlenden Zentimeter verteilt auf die Abnäher und die Seitennähte zuzugeben. Für den Schnitt noch einmal eine Nummer größer zu wählen, ist auch keine gute Lösung, da die ganze Bluse dann zu sackartig wird.

Als Rock werde ich eine einfache, leicht ausgestellte Variante wählen, da mir ein enger Rock mit Schlitz für ein Sommerkleid nicht passend erscheint. (Auch wenn der Ehemann ein Fan von diesen Bleistiftröcken ist.)

Ich bin gespannt, ob dann am Ende etwas Tragbares entstanden ist und auch wann das sein wird.... 

Mittwoch, 14. Mai 2014

Jersey und ich....

...werden wohl nicht so schnell Freunde. Es liegt aber vielleicht auch daran, dass ich bisher selten elastische Stoffe verarbeitet habe.

Ich hatte mir neulich zum Üben einen (leider sehr dünnen und ziemlich elastischen) Jersey aus einer Kiste mit Kiloware mitgenommen, da mir dieses helle etwas glänzende Grün für ein Shirt gut gefiel. Nach Durchsicht aller vorhandener Schnittmuster habe ich mich wegen der Abnäher für Nr. 137 aus der Burda 07/2013 entschieden.


Mir erschien zwar der Ausschnitt etwas zu tief, da ich aber sowieso eine Mischung aus 44 und 46 kopieren musste, habe ich einfach den Ausschnitt verkleinert und den vorderen Beleg neu gemalt. Da ich nicht, wie bei diesem Modell vorgesehen mit doppeltem Stoff genäht habe, konnte ich die Belege nicht innen annähen, sondern habe die Ausschnittkante schmal abgesteppt.




Dieser glitschige Stoff hat mich so genervt, dass ich dann die Säume unten und an den Ärmeln einfach eingeschlagen mit einem Zickzackstich festgenäht habe. Da ich nur ein Rolle Nähseide in dieser Farbe gekauft hatte, konnte ich die Zwillingsnadel ohne größeren Aufwand nicht verwenden und die Säume per Hand anzunähen, dafür hatte ich keine Lust mehr.

Obwohl das Shirt nun alles andere als perfekt ist, bin ich mit dem Ergebnis doch noch einigermaßen zufrieden, besonders diese schrägen Abnäher von unten finde ich gelungen. Vielleicht verwende ich diesen Schnitt noch einmal, aber dann nicht mehr für einen so dünnen Jersey, durch den sich alles gnadenlos abzeichnet.



 Was es sonst noch bei MMM an diesem Mittwoch zu sehen gibt, findet ihr hier.