Mittwoch, 18. Mai 2016

weiße Bluse

Eigentlich wollte ich eine weich fallende Bluse nähen. Da ich auf dem Stoffmarkt schnell noch einen undurchsichtigen weißen Stoff gekauft hatte, musste ich feststellen, dass dieser Stoff für die gewünschte Bluse zu steif war. Ich habe mir im letzten Spätsommer bei Burda einen Standardschnitt für eine Blusenjacke besorgt, mit dessen Hilfe ich schon einmal eine noch nicht gezeigte Rock-/Blusenkombination  genäht  habe. Der ziemlich buntgemusterte Stoff gefiel mir hinterher nicht mehr so besonders, daher warte ich mal auf den Sommer, ob ich dann diese Kombi doch noch tragen werde. Die bunte Bluse alleine ist aber ok.


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Burdastyle NR. 8503

Zum Vergleich habe ich heute beide Blusen angezogen.

Letztes Jahr hatte ich die Version A genäht,



 bei der aktuellen weißen Bluse habe ich mich an der Kragenlösung B versucht. 




Das hat auch einigermaßen geklappt, aber bei diesem etwas steifen popelineartigen Stoff hat das Vorderteil irgendwie nicht so geklappt wie ich wollte, so dass ich das Vorderteil einfach noch einmal mit Hilfe meines Grundschnittes neu zugeschnitten habe. (Der Stoff hat dafür gerade noch gereicht.) Irgendwie sitzen die Abnäher aber trotzdem nicht so wie sie sollen. Auch musste ich die Schulterlinie absenken, da ich erst beim erneuten Durchlesen der Nähanleitung mitbekommen habe, dass für diesen Schnitt eigentlich Schulterpolster vorgesehen sind und die Linie daher so gerade gestaltet ist. Beim ersten Versuch mit Version A hatte ich einen Stoff mit einem Elastananteil, daher war die Anpassung damals irgendwie einfacher. Wenn ich mir die Aufnahmen im Vergleich anschaue, sitzt die bunte Version vorne einfach besser, die Falten am Rücken sind aber bei beiden Versionen gleich schlecht.

Ich denke, beide Blusen sind trotzdem so tragbar, auch wenn dieser Schnitt insgesamt nicht zu den modisch aktuellen gehört. Es war übrigens das erste Mal, dass ich einen Reverskragen genäht habe. Es war ganz schön schwierig, immer bis zur vorgesehenen Stelle zu nähen. Irgendwie habe ich unter dem Nähfüßchen nicht so genau gesehen, wie weit ich noch zu nähen habe und daher die Naht meistens zunächst etwas zu früh beendet. Mit etwas Übung geht das sicher besser.

Trotz MeMadeMay2016 und Pfingstferien ist der heutige MeMadeMittwoch sicher wieder gut besucht. Ich schaue mal nach....

Samstag, 7. Mai 2016

Ersatzmesser sind montiert

Bei dem schönen Wetter ist gerade sowieso Nähpause, da konnte ich gut auf die bestellten Ersatzmesser für die Overlock warten. Gestern nun waren sie in der Post und heute wurden sie ausgetauscht. Und siehe da, alles funktioniert wieder und den nächsten Projekten steht daher nichts mehr im Wege.

Zugeschnitten habe ich inzwischen einen Jeansrock und eine weiße Blusenjacke. Ich hoffe, dass ich im Laufe der nächsten Woche wieder zum Nähen komme...

Mittwoch, 4. Mai 2016

Sommerrock

Obwohl von warmen Temperaturen noch nichts zu sehen ist, habe ich mir den ersten Sommerrock genäht. Es ist der erste Versuch, nach eigener Konstruktion und aus einem Baumwollstöffchen genäht. Ich finde ihn tragbar und werde diese einfache Konstruktion sicher weiter entwickeln. Bedingt durch meine Maße verschwand beim Zudrehen der vorderen Abnäher bei analoger Weitenzugabe der hintere Abnäher ebenfalls, was bei Standardfiguren so normalerweise nicht der Fall ist. Üblicherweise bleibt hinten ein kleiner Abnäher übrig.

Da es heute einfach noch zu kalt ist für leichtbekleidete Aufnahmen im Freien, hat mich meine bessere Hälfte im Haus fotografiert und ich tue so, als ob es Sommer wäre. Wobei es die nächsten Tage ja endlich wärmer werden soll.



Die weiße Bluse ist ein uraltes (gekauftes) Exemplar und muss dringend ersetzt werden. Also werde ich dieses Frühjahr doch noch einmal eine Bluse nähen. Und weiße Sandalen wären auch nicht schlecht.....

Einen Jeansrock hätte ich gerne und weitere Kleider....

Zunächst muss ich aber auf die Ersatzmesser für die Overlock warten, denn ich war so blöd und habe über eine Stecknadel genäht und mich anschließend über das Stoffgewurschtel unter der Naht gewundert. Aber dank der Nähnerdgemeinde habe ich schnell herausgefunden, dass so etwas an der durch die Nadel entstandenen Kerbe im Messer liegt. Es gibt beim Me-Made-Mittwoch immer so viel zu entdecken und so viel Interessantes auf den beteiligten Blogs zu lesen, daher schau ich schnell mal nach, was sich hier heute tut. 

Donnerstag, 28. April 2016

Sommerkleid Nr. 1

Endlich ist mein erstes Kleid 2016 nun fertig, nicht perfekt aber tragbar. Es war mal wieder schwieriger als erwartet, den Schnitt auf meinen Körper anzupassen. Aber ich lerne ja noch permanent dazu und kann mich immer etwas an meinem Grundschnitt orientieren.

Bei dem derzeitigen schlechten Wetter, warte ich mit Bildern an der Frau noch etwas, aber das Kleid hängt schon einmal bereit.


Der Stoff ist eigentlich ein Quiltstoff aus Baumwolle, der sich recht angenehm auf der Haut anfühlt.
Da es beim Me-Made-Mittwoch demnächst einen Mottotag gibt, zu dem der Stoff passt, zeige ich das Kleid vermutlich dann auch erst am 25. Mai.

Schmetterlinge
Was ich im Laden beim Kauf so gar nicht mitbekommen hatte, ist, dass die Konturen um die Schmetterlinge goldfarben glänzen. Das fällt aber kaum auf, außer wenn direkt das Licht darauf fällt.

Ich habe im Moment noch so viele Ideen, was ich nähen möchte, z.B. einen Jeansrock, eine weiße Bluse, noch ein Kleid usw.

Zunächst ist aber wieder der Enkel an der Reihe. Auf dem Stoffmarkt habe ich Vorräte mitgenommen und bei der Tochter in Erkrath (bei Düsseldorf) gibt es tatsächlich in der Fußgängerzone noch einen kleinen Stoffladen, in dem die Tochter sich auch noch Stoff für den Kleinen ausgesucht hat. In solchen Läden (hier wurde von einem älteren Ehepaar beraten und verkauft)  sind die Stoffe natürlich teurer, aber wer weiß, wie lange es die Möglichkeit noch gibt, man schnell etwas Stoff oder Zubehör zu kaufen, ohne das Auto bemühen zu müssen. Hier bei uns hatte ich bis in den 80er auch noch die Möglichkeit, in der Nachbarschaft einzukaufen, leider wurde dieses Kuzwarengeschäft altershalber aufgegeben und ich ärgere mich nun, wenn das passende Nähgarn ausgeht oder der passende Reißverschluss fehlt.

Freitag, 15. April 2016

Stoffmarkt

In Stuttgart war heute Holländischer Stoffmarkt. Ursprünglich wollte ich ja alleine mit dem Baden-Württemberg-Ticket dorthin fahren, aber da es morgens bei uns recht heftig geregnet hat, habe ich umdisponiert und das Angebot des Gatten angenommen, mit dem Auto zu fahren. Neben der Möglichkeit, weniger Fußwege im Regen absolvieren zu müssen, haben wir die Gelegenheit genutzt, endlich den Globetrotter-Gutschein, den ich zum Ende meines Berufslebens vom Arbeitgeber bekommen hatte, einzulösen. Es war nämlich an der Zeit, meinen Fahrradhelm zu erneuern und den kaufe ich nicht über das Internet, sondern teste die Passform lieber durch Anprobieren. Neben einem neuen Fahrradhelm durften dann für jeden noch neue Fahrradhandschuhe mit nach Hause.

Aber zurück zum Stoffmarkt. Als wir kurz nach 10 Uhr in Stuttgart in einem Parkhaus ankamen, hat es noch leicht geregnet, so dass es ohne Regenschirm nicht ging. Da man zum Wühlen in den Stoffbergen ja beide Hände braucht, war es daher recht praktisch, einen 'Schirm- und Tütenträger' dabei zu haben...

Das Wetter wurde ständig besser und ich habe mich an ein paar Ständen durchgekämpft. Insgesamt war es recht voll, überwiegend waren  junge Mütter samt Kinderwägen unterwegs. Leider war es mir so nicht möglich, einen Überblick über das gesamte Angebot zu bekommen. Da ich aber letztes Jahr schon einmal auf diesem Stoffmarkt war und die Anordnung der Stände analog war, wusste ich noch, wo es sich lohnt zu suchen. Letztes Jahr war ich allerdings am frühen Nachmittag dort, was eindeutig der bessere Zeitpunkt war. Außerdem machen Männer das Ganze nicht gerade mit viel Begeisterung mit...



Ihr kennt sicher das Gedränge mit Rucksäcken und Koffern, die vollgepackt werden. Auch wenn ich es nicht mag, mich an den Ständen drängeln zu müssen, bin ich im Vergleich zu den anderen mit einer eher kleinen Ausbeute doch fündig geworden.

Da wir bereits gegen 2 Uhr wieder auf dem Heimweg waren, sind wir trotz des üblichen aufkommenden Freitagnachmittagverkehrs und der zahlreichen Autobahnbaustellen wieder zügig zurück nach Ulm gekommen.

Da der andere Stoffmarkt  (EXPO concept) am 12.Juni sogar direkt nach Ulm kommt, habe ich, falls wir an diesem Wochenende daheim sind, noch einmal die Chance, ein paar Stoffschätzchen zu finden.

Mittwoch, 13. April 2016

Shirt 02/2016

So nun ist auch der flutschige Jersey verarbeitet, den ich aus einer Restekiste für kleines Geld mitgenommen hatte. Auf weitere Einstellversuche mit der Overlook habe ich verzichtet und das Shirt mit der 'normalen' Nähmaschine zusammengenäht, was eine gute Entscheidung war.

Die Inspiration kam dieses Mal wieder von Burda, und zwar vom Shirt 128 aus dem Augustheft des letzten  Sommers.

128 1508
Nr. 128 aus Budastyle 08/2015

Zunächst wollte ich den Schnitt direkt verwenden, aber das Shirt war mir dann doch zu weit geschnitten und ich habe einen ähnlichen Ausschnitt an meinen Grundschnitt gebastelt. Ich bin einfach der Meinung, dass diese Oversize-Schnitte nur den gertenschlanken Frauen stehen.



Hier an der Puppe...



und hier an der Frau und vor dem Bambus im Garten...



Da es draußen wärmer wird, ist als nächstes wohl ein Sommerrock an der Reihe.

Und wie immer mittwochs geht es hier zum Me-Made-Mittwoch, der Parade der Nähbloggerinnen.

Mittwoch, 6. April 2016

Shirt 01/2016

Da ich mich mit meinem Grundschnitt auch an Jersey versuchen möchte, habe ich mir bei Trigema ein paar Stoffreste bestellt. Da das immer ein Überraschungspaket ist, musste ich akzeptieren, dass es nur schwarze und hellblaue Stücke waren, allerdings ist die Stoffqualität recht gut. Und so habe ich meinen ersten Versuch aus schwarzem Stoff zugeschnitten.

Da ich bei Jersey keinen Schulterabnäher wollte, habe ich eine Anpassung vorgenommen, wie bei Hofenbitzer beschrieben.









Zunächst habe ich eine Kopie des gezeichneten Grundschnitts (PK 4) auf Folie erstellt. In Schulterblatthöhe habe ich die Folie dann durchgeschnitten, den Abnäher zugelegt und die fehlende Weite auf die Rückenlinie und Armloch verteilt.












Laut Hofenbitzer stören 0,5 cm Mehrweite im Ärmel nicht, ich bin mir da aber nicht so sicher. Auf jeden Fall benötigt man bei dieser Methode eine Rückennaht, da nun bei gleichbleibendem Halsausschnitt ein leichter Bogen entsteht, was einen Zuschnitt im Stoffbruch verhindert.










Vorne habe ich den Brustabnäher behalten, was aber eine Faltenbildung auch nicht verhindert hat. Vielleicht sind die Falten ja so weniger groß...


Da ich einen V-förmigen Ausschnitt mit Blende wollte, habe ich am Vorderteil und Hinterteil einen Streifen abgeschnitten und zusammengeklebt.







Dieser Ausschnitt war das dann etwas schwierig zu nähen und als die Spitze nach 2x Auftrennen auch nicht besser wurde, habe ich das ganze Shirt einfach ohne weitere Anprobe zusammengenäht, quasi als reines Probeshirt. Genervt hat beim Nähen sowohl  der schwarze Stoff (man sieht so wenig) und die Tatsache, dass dieser Stoff sich ständig vom Rand her eingerollt hat.

Da ich das Ergebnis dann doch nicht sooo schlecht fand, habe ich die missglückte Stelle mit einem Knopf getarnt, der aber nur in der Sonne so glänzt.



Hinten treffen Naht von Blende und Rückenmitte nicht sauber aufeinander, insgesamt ist etwas zu viel Stoff im Rücken und die Nähte sind (noch) nicht ordentlich gebügelt.




Der Stoff trägt sich aber sehr angenehm und nach der ersten Wäsche werde ich mal schauen, was sich noch durch besseres Dämpfen verbessern lässt.



Ich übe gerade noch mit einem bunten Flutschi-Jersey, wobei ich hier zunächst einmal die Overlook richtig einstellen muss.

Am 15. April ist Stoffmarkt in Stuttgart. Da fahre ich auf jeden Fall hin und werde mir sicher auch ein paar Jerseyvorräte zulegen. Im Moment ist es aber (noch) so, dass ich lieber Webware verarbeite.

Selbstgenähte Kleidung kann man wie jeden Mittwoch hier bewundern.