Sonntag, 15. November 2020

Nähen für Weihnachten - Pläne


Auch dieses Jahr wird wieder gemeinsam in der Vorweihnachtszeit genäht. Nachdem ich die Weihnachtskleider der letzten Jahre (bis auf eines) nie wieder getragen habe, werde ich definitiv dieses Jahr kein Kleid nähen, sondern mich endlich mit dem Thema 'eine Hose für mich' beschäftigen. In welchem Rahmen dieses Jahr überhaupt Weihnachten gefeiert werden kann, ist sowieso noch offen. Wobei ich aber davon ausgehe, dass wir alle nur in sehr kleinem Kreis feiern werden.

Die geplanten Termine für dieses Projekt sind folgende:

15.11. Schnitt und Stoff liegen bereit, Vorstellung der Pläne
22.11. 
Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht
06.12. 
Auf der Zielgeraden oder noch kurzfristig für was ganz anderes entschieden 
20.12. 
Finale mit ein, zwei oder drei neuen Outfits für den Weihnachtsabend


In der letzten Woche habe ich mal meine Bestände an Nähzeitschriften durchgesehen und hatte mir zunächst mal überlegt, die Hose 120 A aus der Burda 08/2020 als Basis zu nehmen. Kopiert habe ich mir den Schnitt mal, um die Teile mit einer ganz gut passenden Kaufhose zu vergleichen.



Natürlich müsste da viel angepasst werden, da ich eine kräftige Taille und im Verhältnis dazu schmale Hüften und schlanke Beine habe. Außerdem bin ich mit 1,74 m größer als die 1,68 m Normalgröße bei Burda. Die aufgesetzte Tasche und der Bund gefällt mir recht gut, nur bis zur (kaum vorhandenen) Taille hinauf, mag ich Hosen eigentlich nicht so gerne.

Und dann kam das neue Jeans-Schnittmuster von Pattydoo heraus und wie immer mit Video, wo alles im Detail erklärt wird. Als ich mir diese vierteilige Beschreibung angeschaut hatte, habe ich mich mit dem Schnittmuster näher beschäftigt. Ich habe natürlich nicht vor, für Weihnachten Jeans zu nähen, aber man kann mit dem Schnitt sicher auch eine 'normale' Hose nähen. Ina hat in ihrem Video toll erklärt, wie der Schnitt an unterschiedliche Figuren angepasst werden kann.


Und so habe ich mir den Schnitt 'Jeans #2' gekauft (regular waist/straight) und schon mal ausgedruckt und zusammengeklebt. Schmal geschnittene Hosen (slim) besitze ich genug. Der Plan ist nun, auf jegliche Ziernähte und auch auf die Gesäßtaschen und das Münzfach zu verzichten.


Sehr gut finde ich, dass Ina die Form der für die Anpassung benötigten Kurvenlineale zum Ausschneiden und (auf Pappe) Aufkleben gleich mitliefert.


Das ist auch der dunkelblaue Stoff für die Hose, ein Polyester in Feincord aus dem Bestand, allerdings ohne zusätzliches Elasthan. Er fühlt sich weich an und knittert nicht. Extra Stoff kaufe ich für diesen Versuch nicht, vielleicht entsteht ja so ein Hosenschnitt, den ich häufiger verwenden kann. Und wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm...

Was ich auf jeden Fall zusätzlich noch nähen möchte, ist ein Oberteil aus folgendem Stoff (French Terry):


Hier werde ich wohl diesen Schnitt aus der aktuellen Burda-Style für mich anpassen. Auf jeden Fall werde ich aber lange Ärmel nähen.


Nun bin ich gespannt, ob andere Mitnäherinnen trotz der Beschränkung durch die Pandemie festliche Kleidung nähen werden oder wie ich eher etwas Gemütliches und wie viele sich dieses Jahr überhaupt beteiligen werden.

Mittwoch, 4. November 2020

Für die Enkel

 Den letzten Monat habe ich tatsächlich nichts für mich genäht, sondern nur für die beiden Enkel.


Stimmt nicht ganz, ich habe für den Gatten und mich noch einmal neue Mund-Nasen-Abdeckungen genäht.

Im Frühjahr hatte ich mir ein Stück Vlies gekauft, das zwar nicht medizinisch zertifiziert ist, aber sich trotzdem gut für solche Alltagsmasken eignet. Das Material heißt 'Evolon' und stammt von hier, ist aber im Moment nicht mehr verfügbar. Zudem habe ich mir ein Stück von diesem antibakteriellen  'Shield Stoff' gekauft. Diese Kombination Jersey außen und Vlies innen trägt sich ganz angenehm. Alternativ kann ich so auch andere Jerseyreste verarbeiten, da das Vlies steif genug ist, so dass sich der Jersey-Stoff außen anschmiegen kann.

Hier 2 Beispiele:

 

Bis zum nächsten Me-Made-Mittwoch kann ich dann hoffentlich auch hier auf dem Blog wieder etwas Neues zeigen.

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Langarmshirt

Der Me-Made-Mittwoch hat mich motoviert, dieses Shirt endlich fertig zu nähen. (Es ist erst heute nach dem Mittagsessen fertig geworden.) Den Schnitt habe ich diesen Sommer schon ein paar mal für T-Shirts verwendet und wurde von mir so zusammengebastelt. Der Stoff ist ein leichter Sommersweat, den ich mir mal wegen der Farbe mitbestellt hatte. 


Für diese Zeit zwischen Sommer und Herbst und besonders für daheim ist dieses Shirt genau richtig.

Mittwoch, 2. September 2020

Blusenkragen

 

Genäht habe ich in letzter Zeit mehrere neue T-Shirts und auch Langarmshirts für die Enkel, die gerade wieder gewachsen sind und Nachschub brauchen. Für mich selber ist aber eine weitere Bluse entstanden, da ich unbedingt diese Kragenlösung aus der Fashion Style 08/2020 ausprobieren wollte.

Basis für meine Version war die Bluse 08, wobei mir diese Ärmel zu viel Aufwand waren und ich daher einfach die Ärmel von Bluse 07 genäht habe. Es ging mir ja in erster Linie um die Kragenlösung.


Bluse 08

Bluse 07

Den Stoff hatte ich mal mitbestellt, er ist leider etwas knittrig und die Farbe geht gerade so, also ist das eher ein Probeteil geworden, auch wenn doch tragbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich diese Kragenlösung noch einmal nähe, denn sie gefällt mir recht gut und ist mal anders als meine sonst üblichen Hemdblusenkragen.

Die Bilder sind gestern wegen Regenwetter im Treppenhaus und Flur entstanden und mal wieder eher schlecht, aber den Kragen sieht man ganz gut. (Vielleicht sollte ich die Bluse doch vorher noch einmal überbügeln.)


Was andere zur Zeit an Selbstgenähtem tragen, kann hier bewundert werden.

Mittwoch, 5. August 2020

Shirt für heiße Tage

Für die heißen Tage des Sommers habe ich mir ein luftige Shirt-Bluse genäht. Bei der Durchsicht älterer Hefte habe ich mich für das Top 24 aus der Fashion Style 08/2017 entschieden.



Was mir bei solchen Ausschnitten schon häufiger passiert ist, die Ausschnittblenden überlappen nicht zu 100 %. Das liegt wohl daran, dass mal wieder das Schnittmuster des Vorderteils nicht ganz sauber auf dem Stoffbruch lag. Nachträglich am Ausschnitt zu basteln ist auch doof, also bleibt das jetzt so.


Auf den Bilder ist der Hintergrund schärfer als ich mit der Bluse und neue Bilder kann ich heute leider nicht machen, daher kommt zum Schluss noch die Aufnahme eines weiteren T-Shirts. Hier habe ich einen Schnitt aus der aktuellen Fashion Style 07/2020 verwendet. Da hier Schnitteile mehrfach verwendet werden, habe ich Vorder-und Rückenteil von T-Shirt Nr.16 mit den Ärmeln von Nr.15 kombiniert.


Da ich mit der Passform für mich recht zufrieden bin, werde ich diesen einfachen Schnitt sicher noch häufiger verwenden. Dieses Heft gefällt mir wieder besser als die letzten, denn auch bei einer Bluse kann man Kragen und Ärmel gut variieren. Zugeschnitten habe ich mir da bereits eine für mich geeignete Kombination.

Ina zeigt heute beim MeMadeMittwoch (hier) ein hübsches sommerliches Kleid, wobei man am abgeernteten Feld schon sehen kann, wie weit das Jahr bereits fortgeschritten ist. 

Mittwoch, 1. Juli 2020

lauter T-Shirts

Nachdem hier im Moment Handwerker sowohl eine neue Heizung einbauen als auch das Dach neu gedeckt wird und daher ein Gerüst um unsere Haus steht, ist es gerade schlecht für neue Bilder. (Mein Fotograf hat anderes zu tun...) Ich habe in den letzten Tagen noch ein paar T-Shirts genäht. Bei einem sind Bilder entstanden, als ich es letzte Woche im Garten getragen habe. Es wird sicher ein Lieblingsshirt, da es sich um einen wunderbar weichen Jersey handelt.

Verwendet habe ich wieder meinen individuell angepassten Shirtschnitt, daher ist so ein Shirt schnell genäht.


 

Wobei mir bei dieser Aufnahme auffällt, dass speziell bei einfarbigen und etwas dickeren Jerseystoffen ein Brustabnäher doch nicht so günstig ist. Vielleicht liegt es aber auch an der Sonne und der damit verbundenen Schattenbildung, denn sonst ist mir das noch nie so aufgefallen.

Wie unterschiedlich derselbe Schnitt ausfällt, ist mir an 2 weiteren Shirt aufgefallen, die aus Stoff mit weniger Elastikanteil entstanden sind. Sie tragen sich auch nicht ganz so bequem wie das graue Shirt.
(Diese Varianten habe ich allerdings nur schnell an der Puppe aufgenommen.)


 

Das geblümte Shirt ist aus einem Kleid entstanden, das ich nie mehr getragen habe, da ich darin die Arme nicht heben konnte und deshalb komplett wieder aufgetrennt habe. (Eine Schrankleiche weniger...) 

Ein weiteres Shirt ist aus einem Stoffrest entstanden und da für extra Ärmel der Stoff nicht mehr gereicht hat, habe ich den Schnitt 'Odette' von LMV verwendet und einen Ausschnittbeleg aus einem weißen Jersey gebastelt. Da ich aber die Nahtzugabe dabei vergessen habe, ist der Ausschnitt nun etwas weiter geworden als zunächst beabsichtigt. Für heiße Sommertage ist das aber so ok.


Diese einfache Version von Odette werde ich künftig sicher wieder verwenden und den Ausschnitt noch einmal neu anpassen. Hier geht es nun zum Me-Made-Mittwoch, wo man sich einen schönen Überblick über die aktuellen Nähprojekte verschaffen kann.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Fleecejacke für kühlere Tage

Nachdem ich in letzter Zeit für die Enkel einige Sachen in Rot genäht habe und ein roter Fleecestoff  schon länger im Regal liegt, habe ich mir endlich auch eine Kapuzenjacke genäht. Gedacht ist diese gemütliche Jacke für künftige Campingurlaube und zum Überziehen abends auf der Terrasse, wenn es kühler wird. Noch fühle ich mich nicht zu alt für so eine rote Jacke...


Der Schnitt ist 'Janice' von Pattydoo und wird genauso genäht wie die Kinderjacken, von denen ich ja schon einige genäht habe. Als Größe habe, wie schon oft, eine Kombination von 44 und 46, wobei ich die 46 im Brust- und Rückenbereich brauche, bei der Hüfte die 44 locker reicht.
Bündchenstoff habe ich nur bei den Tascheneingriffen verwendet, Saum- und Ärmelbündchen habe ich aus Fleece genäht.


Probleme hatte ich mit den Ösen für die Kordel an der Kapuze. Die haben einfach nicht gehalten, obwohl ich brav Einlage aufgebügelt hatte. Der Stoff ist einfach viel zu weich. Wie eigentlich immer, findet sich für dieses Problem eine Lösung im Internet. Da ich zufällig noch ein Stück rotes Kunstleder hatte, habe ich kleine runde Stücke über die gestanzten Löcher genäht und anschließend ein Knopfloch eingenäht. Gut, dass das so geklappt hat, den sonst hätte ich die Kapuze noch einmal zuschneiden  und ohne Tunnel für ein Kordel nähen müssen.


Und nachdem Rot eingefädelt war, habe ich mir aus rotem Jersey ("Putzlappen" von Trigema) noch ein T-Shirt genäht.


Ich bestelle mir da manchmal Reststücke in Zufallsfarben. Die Qualität ist toll und lässt sich prima für Kinderkleidung verwenden. 

Hier kommt nun noch der Link zur Juniversion des Me-Made-Mittwoch, der für mich mal wieder die Motivation war, diese Kapuzenjacke trotz der Probleme mit den Ösen fertig zu nähen.